Immobilien sind im Dauerboom, stehen Kaufpreise und Mieten für Büros vor dem Anstieg? Wie ist der Ausblick? Steigen die Preise bei Büro und Gewerbeimmobilien weiter und wie werden sich die Mieten entwickeln? Welche Städte werden bei Preisen von Immobilien und Mieten zulegen? Das sagen Experten dazu.

International erste Anzeichen für einen Abschwung

Der europäische Immobilienmarkt boomt. An der Spitze der Preisentwicklung stehen in Kontinentaleuropa die Städte Amsterdam, Berlin, Frankfurt und Paris. Weltweit ist die Stimmung von Investoren und Vermietern laut dem Global Commercial Property Monitor gut. Wenn einer Umfrage unter Immobilienfachleuten (RICS) weltweit die Mehrheit davon ausgeht, dass in den großen internationalen Metropolen New York, Dubai und Shanghai es dort bereits erste Anzeichen für einen Abschwung gibt.

Nachfrage nach Büros und Gewerbeflächen in Europa zieht an

Laut einer Analyse von Schroders Investment Managers zum Thema „Immobilien auf dem europäischen Festland“ ist die wirtschaftliche Ausgangslage für weiter steigende Immobilienrenditen gut. Vor allem Büros- und Gewerbeimmobilien würden demnach weiterhin gute Erträge abwerfen. Der wachsende Konjunkturoptimismus und ein Aufschwung bei Beschäftigung und Unternehmensgewinnen sorgen demnach dafür, dass die Nachfrage anzieht.

Kaufpreise und Mieten

Leerstandsrate bei Büros sinkt

Im Vorjahr standen laut dem Immospezialisten CBRE in fast allen Großstädten Europas weniger Büros als im Jahr davor leer. Die Mieten zogen entsprechend nach oben. Auf dem europäischen Festland kletterten die Mieten für Büroflächen laut CBRE in Spitzenlagen im Jahr 2017 im Durchschnitt um sechs Prozent, während die entsprechenden Werte der Objekte sogar um 15 Prozent kletterten. Die Stimmung unter den Investoren verbesserte sich, während die Immobilienrenditen allerdings, aufgrund der steigenden Kaufpreise und Mieten, leicht sanken.

„Zwar wachen die Bauunternehmer in Europa allmählich aus dem Winterschlaf auf, doch in den meisten europäischen Großstädten ist in den nächsten Jahren nicht von einem Überangebot an gewerblichen Immobilien auszugehen“, so Schroders in seiner aktuellen Immobilienstudie. Die Investmentgesellschaft managt ein Vermögen von rund 500 Milliarden Euro. Nach Schätzungen von Immobilienexperten wird die Bautätigkeit bis 2020 um vier Prozent zulegen. Womit die Entwicklung jedoch deutlich hinter dem Bauboom der Jahre 2001 bis 2003 hinterherhinkt. In dieser Zeit betrug der Zuwachs an Büros und Einkaufszentren zehn Prozent.

Kaufpreise und Mieten – Industrieobjekte erzielen die höchste Mietrendite

Die höchsten Renditen sind laut Berechnungen von CBRE, Datastream und Schroders derzeit mit Industrie- und Gewerbimmobilien zu erzielen. Diese werfen im Schnitt einen jährlichen Ertrag von rund 5,8 Prozent ab. Die Vermietung von Shops lässt in Europa im Schnitt eine Rendite von 3,8 Prozent zu. Wer Büros vermietet, kann auf knapp über drei Prozent. Zum Vergleich: 10-jährige deutsche Staatsanleihen werfen nicht einmal ein Prozent Zinsen pro Jahr ab.

Insgesamt lässt sich bei Geschäfts- und Gewerbeimmobilien 2017 aber ein differenziertes Bild erkennen. Der Preise von Logistikimmobilien in Toplage stieg im Vorjahr um elf Prozent. Grund ist das starke Wachstum im Bereich Onlineshopping und die damit verbundene Anstieg von Lagerkapazitäten. Die Preise von Objekten in erstklassigen Shoppingzentren legte im Vorjahr zwar auch zu, jedoch nur um sechs Prozent zu.

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